facebook reallife

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Den ganzen Tag in Facebook rum hängen. Chatten rund um die Uhr mit “angeblichen” Freunden, die man kaum kennt, geschweige denn jemals gesehen hat.Das Smartphone wird weder in der U-Bahn, noch im Restaurant und schon gar nicht auf der Toilette aus der Hand gelegt. Es wird so ziemlich jede Anwendung (App) genutzt die es gibt!

Facebook “Das gefällt mir”

Man gehört zur Generation Facebook und lässt sein Leben wie die 1,2 Milliarden anderen Facebook User von den sozialen Netzwerken beeinflussen. Bei manch älteren konservativen Herrschaften löst das nur Kopfschütteln aus: “Das kann doch nicht alles im Leben sein! Diese grenzenlose Selbstdarstellung kann doch nur gefährlich für die Privatsphäre sein. Man muss doch nicht alles aus seinem Privatleben mit jedem teilen!”

Facebook Gründer Marc Zuckerberg sieht das natürlich anders: “Wir geben den Menschen nur eine Plattform, um ihre Grundbedürfnisse zu erfüllen. Es liegt ja in deren Verantwortung, welche Inhalte sie mit welchen Leuten teilen!”

Facebook und die “Weltherrschaft?”

So ganz unrecht hat er damit nicht. In seinen Augen ist es eh ein offenes Geheimnis, dass der User auf freiwilliger Basis immer transparenter (und somit profitabler für Facebook) mit seinen (Gefällt mir) Angaben wird. Nur so lassen sich schließlich die Werbeanzeigen optimal auf seinen Geschmack zuschneiden. Und Facebook investiert kräftig, um dem Ottonormal-Facebook Nutzer in allen Lebensbereichen in seinen Bann zu ziehen.

Die “Einkaufstour” von Facebook

Eine Chronologie der Ereignisse gibt Aufschluss:

  1. 2012 übernahm Facebook die Foto App Instagram mit einer Investitionssumme von 1 Millarde Dollar. Mit dem Smartphone Bilder machen, sie mit einem Filter bearbeiten und in verschiedenen Netzwerken veröffentlichen. Das passte wie die Faust aufs Auge zu Facebook und machte die zwei Studenten Kevin Systrom und Mike Krieger innerhalb kürzester Zeit zu Millionären.
  2. Nicht schlecht staunte die Öffentlichkeit wenig später, als Konkurrent Whatsapp für 19 Milliarden Dollar geschluckt wurde. Der Austausch von Text- und Sprachnachrichten sowie Fotos und Videos als Alternative zur kostenpflichtigen SMS für eine einmalige Gebühr von unter 1€ im Jahr war mit seinen 450 Millionen Usern insgesamt damals schon breit aufgestellt.
  3. Marc Zuckerberg reichte das aber noch nicht. Er träumt davon, dass virtuelle und reale Welten immer mehr miteinander verschmelzen. Beispielsweise mithilfe einer sensationellen 3D-Brille, mit der eines Tages virtueller Unterricht stattfinden kann, Ausstellungen erlebt werden können, die nächste Urlaubsreise hautnah im Vorfeld betrachtet werden kann oder der Arztbesuch vorverlegt werden kann. Die Investition in Oculus VR 2014, dem Vertreiber einer Videobrille “zur Echtzeitsimulation von virtuellen Welten für rund 2,3 Milliarden Dollar, (vorrangig in Videospielen) war deshalb nur folgerichtig.
Macht Facebook künftig unser Leben leichter?

Und der Trend nicht nur in den Social Media Bereich, dem Kernbereich von Facebook zu investieren, hält an. Der neuste Geniestreich von Facebook ist der Erwerb des Start-Up Unternehmens Wit.ai. Einer Firma, die Spracherkennungssoftware für Smartphones; Tablets sowie über das Internet gesteuerte Haushaltsgeräte herausbringt. Der Preis, dem Facebook dafür gezahlt hat, ist bis heute geheim. Was der Internetkonzern damit vor hat ebenso. Nur eins steht fest. Virtuelle Erlebnisse und reale Welten werden in Zukunft wohl mehr miteinander verschmelzen. Sie wollten doch schließlich bestimmt immer Schon mal mit Facebook “sprechen” und ihre Spülmaschine über Facebook anschmeißen.

19. Januar 2015 Facebook