Die französische Datenschutzaufsicht CNIL behauptet, dass Facebook Gesetzesverstöße hinsichtlich seiner Datensammlungen begangen hat. Isabelle Falque-Pierrotin, ihres Zeichens Behördenchefin der CNIL, forderte bereits als nächsten Schritt Facebook offiziell auf, seine Vorschriften anzupassen. Dies soll binnen der nächsten drei Monate geschehen.

Verheerende Folgen durch die Facebook Gesetzesverstöße

Ein Facebook-Sprecher äußerte sich zu diesen Vorwürfen am vergangenen Dienstag. „Wir sind davon überzeugt, dass wir geltenden europäischen Gesetzen zum Datenschutz entsprechen und werden gerne auf die Bedenken der CNIL eingehen“, hieße es hinsichtlich der Facebook Gesetzesverstöße. Falls die Frist abläuft und keine Änderungen in Sicht sind, könnten dem Unternehmen weitere Schritte oder gar Sanktionen drohen. Jedoch gab es bisher keine Äußerungen, was passieren wird, wenn die verursachten Facebook Gesetzesverstöße nicht beseitigt werden.

Facebook Gesetzesverstöße

Facebook Gesetzesverstöße

Facebook Gesetzesverstöße nicht nur auf dem Online-Portal

Die CNIL kritisierte unter anderem, dass die Facebook Gesetzesverstöße sich nicht nur auf das Online-Portal beziehen. Das Unternehmen soll Daten zum Surfverhalten von Usern sammeln, welche auf anderen Websites außer Facebook aktiv sind und gleichzeitig kein Facebook-Konto besitzen. Daten zur politischen und religiösen Einstellung oder zur sexuellen Orientierung werden ebenfalls von Facebook ohne ausdrückliches Einverständnis seiner User eingeholt. Daten wären außerdem auf Basis des Safe-Harbor-Abkommens übertragen worden. Das Abkommen war aber vergangenen Oktober gekippt worden. Dennoch behauptet Facebook, dies nicht getan zu haben. Auch belgische Datenschützer hätten die Facebook Gesetzesverstöße schon bemerkt, weshalb sie nicht sonderlich gut auf das US-Unternehmen zu sprechen sind.