8. Februar 2015
Streetbranding RedBra.in

Streetbranding

Seit Anfang der 80er Jahre inspiriert der Gedanke des Guerilla-Marketings nun schon klein- und mittelständische Unternehmen, wenn auch längst nicht mehr nur diese. Dennoch gehen dieser Erscheinungsform weder die Kreativität noch die guten Ideen aus. Ein neuerer Trend innerhalb des Guerilla-Marketings ist das sogenannte Streetbranding.

Streetbranding ist auf dem Vormarsch

Inspiriert wurde diese innovative Taktik durch eine Form der Straßenkunst, die sich Reverse Graffiti, zu deutsch: „Umgekehrt-Graffiti“ nennt. Der Künstler nutzt dabei zumeist die Verschmutzung von Flächen durch Rußpartikel aus. Mittels Schablonen und einer partiellen Säuberung der Wände mit Hochdruckreinigern entstehen Kunstwerke vorübergehender Natur. Auch Umweltorganisationen und subversive Parteien wie die „Piraten“ nahmen das Streetbranding in ihre Parteiwerbung auf, unter anderem, da sie umweltfreundlich ist: Für die Erstellung wird lediglich Wasser benötigt. Unlängst haben auch Marketingfachleute Reverse Graffiti für sich entdeckt und so das Streetbranding geschaffen.

Ist Streetbranding überhaupt legal?

Der legale Status des Streetbranding ist unklar. Die vorherrschende Ansicht ist, dass es sich hierbei nicht um Sachbeschädigung handelt, da die Veränderungen nur vorübergehend und reversibel sind. Die Stadt Köln hat jedoch unlängst zwei kommerzielle Streetbranding entfernen lassen und ermittelt nun generell gegen Reverse Graffiti, mit der Begründung, dass eine partielle Reinigung der Oberflächen durch Künstler eine kostenpflichtige vollständige Reinigung erforderlich mache. Dies zog viel Unmut und Spott, zum Beispiel seitens der Grünen Jugend, nach sich. In jedem Fall ist die Debatte um Streetbranding und Straßenkunst entfacht.