24. November 2015

69 Prozent. Dies ist der Anteil aller Jugendlichen in Großbritannien, welche nicht in der Lage sind, Google Werbung von normalen Suchergebnissen (organische Suchergebnisse) zu trennen. Dies fand die Ofcom, die britische Medienaufsichtsbehörde „Office of Communications“ erst kürzlich heraus. In ihrem „Media Use and Attitudes Report“ für das Jahr 2015 veröffentlichten sie die Erkenntnisse aus der Onlinenutzung britischer Jugendlicher.

Trotz Hinweis wird Google Werbung nicht erkannt

Für die Studie, welche die Ofcom durchführte, wurden 12- bis 15-Jährige Teenager befragt. Rund zwei Drittel von ihnen sind laut Studienergebnissen nicht in der Lage, Google Werbung, also bezahlte Suchergebnisse, von organischen Suchergebnissen zu unterscheiden. Obwohl bei den Google Werbung Einträgen ein eindeutiges „Anzeige“ angeführt wird, würden dies 69 Prozent der Jugendlichen ignorieren oder nicht sehen.

Google Werbung

Google Werbung

Viele vertrauen der Google Werbung

46 Prozent der Befragten wussten zudem nur, dass der Großteil von Googles Umsätzen aus Werbeeinnahmen, den Google Ads, stammt. Der Rest konnte nicht sagen, wie sich Google finanziert. Bei YouTube war es zumindest der Hälfte der Teenager bewusst, dass hier Google Werbung als Finanzmittel dient. Im Gegensatz zur Google Ads wird hier Product Placement betrieben, also Produkte gegen Geld platziert.

Ein weiteres Plus für Google bedeutet das Vertrauen der Jugendlichen. 19 Prozent von ihnen vertraut auf die Suchergebnisse. Dass diese jedoch verfälscht sein könnten, ist ihnen anscheinend egal. Für sie gilt nur: Was bei Google angezeigt wird, muss die Wahrheit sein auch in der Google Werbung.