18. März 2015
Gemeinschaftsstandards

Facebook Gemeinschaftsstandards

Facebook veröffentlichte diese Woche neue Gemeinschaftsstandards. Damit will das US-amerikanische Unternehmen von Mark Zuckerberg die bereits vorhandenen Umgangsregeln einfacher erklären. Anstatt eines einfachen Textes, welcher vorher elf Kapitel enthielt, gibt es nun Videos und Beispiele. Dadurch sollen die Regeln transparenter und verständlicher gestaltet werden.

Gemeinschaftsstandards gibt es schon länger bei Facebook

Die neuen Gemeinschaftsstandards beinhalten zwar die bereits seit längerer Zeit gängigen Regeln, definieren aber Abschnitte genauer. Ein besonderes Augenmerk legen die neunen Gemeinschaftsstandards dabei auf Inhalte von terroristischen Organisationen und auf sexuelle Darstellungen. Laut Facebook arbeiten momentan hunderte Mitarbeiter daran, untersagte Inhalte zu entfernen. Diese Arbeit ist bei sexuellen Inhalten relativ einfach zu erledigen, weil die neuen Gemeinschaftsstandards die Regeln verständlich erklären. Fotos von entblößten Genitalien, entblößten Pobacken und weiblichen Brüsten sind streng verboten. Ausnahmen seien lediglich stillende Mütter und Vernarbungen nach Brustamputationen. Auch wenn in den neuen Gemeinschaftsstandards darstellen, dass Mobbing und gewaltverherrlichende Inhalte untersagt sind, ist die Entfernung hier schon schwieriger. Manchmal können anfänglich nett aussehende Kommentare ironisch gemeint und damit eine Art von Mobbing sein.

Gemeinschaftsstandards sollen den freundlicheren Umgang fördern

Ein weiteres Beispiel ist das Teilen von Gewaltvideos. Diese können gewaltverherrlichend sein oder aber zur Verurteilung geteilt werden. Mit Hilfe der neunen Gemeinschaftsstandards will Facebook seine Nutzer sensibilisieren und zu einem freundlicheren Umgang auffordern. Der vorherige Text hatte seine Wirkung nämlich verfehlt und kam bei den Nutzern nicht an. Diese neuen Gemeinschaftsstandards sollen nicht dazu aufrufen ständig seine Mitmenschen zu überwachen sondern dienen der Selbstreflexion.  Es ist wichtig bei sich selbst anzufangen und die neuen Gemeinschaftsstandards einzuhalten. Diese Gemeinschaftsstandards sind noch keine Gesetzte, können aber in der Zukunft unser moralisches Verhalten sehr stark prägen.